Dual oder berufsbegleitend studieren

von am 29. Mai 2012 in Ausbildung

Dual oder berufsbegleitend studieren

Die Anforderungen des Arbeitsmarktes sind hoch und eine qualifizierende Ausbildung ist Grundvoraussetzung für einen guten Job. Auf die Frage nach dem richtigen Weg bietet sich ein breit gefächertes Angebot an. Dass dabei Theorie und Praxis heutzutage immer mehr ineinander übergehen, zeigen folgende Beispiele.

Das duale Studium

Ein duales Studium (auch BA Studium bzw. Verbundstudium genannt) kombiniert die akademische Ausbildung mit Praxisblöcken in einem Unternehmen. Das Konzept beruht auf den Berufsakademien, welche in den 1970er Jahren in Baden-Württemberg ins Leben gerufen worden waren. In der damals blühenden Wirtschaft herrschte Nachwuchsmangel und die Idee zur Lösung des Problems hieß Studium mit Unternehmensbezug.

Im Studentenalltag heißt das, dass sich Vorlesungen und Einsätze im Partnerunternehmen alle drei Monate abwechseln. Ein weiterer Unterschied zu einem klassischen Studium besteht darin, dass eher praxisbezogenes als theoretisches Wissen vermittelt wird.

Der große Vorteil liegt auf der Hand. Die Studenten können erlerntes Wissen direkt umsetzen und jede Menge Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig lernen sie ein Unternehmen und den dazugehörigen Wirtschaftszweig von der Pike auf kennen. Die Arbeitgeber ziehen sich ihren eigenen qualifizierten Nachwuchs heran und investieren in dessen Ausbildung. Daher führt ein duales Studium nicht selten zu einer Übernahme nach erfolgreichem Studienabschluss.

Diese Aussichten erklären, warum sich duale Studiengänge immer größerer Beliebtheit erfreuen. Um dem großen Andrang gerecht zu werden, führen entsprechende Unternehmen mittlerweile anspruchsvolle Auswahlverfahren durch. Wer einen Ausbildungsvertrag angeboten bekommt, hat dann allerdings auch automatisch einen Platz an der zugehörigen Berufsakademie.

Das berufsbegleitende Studium

Das berufsbegleitende Studium ist, wie der Name verrät, kein Vollzeitstudium, sondern wird neben einer beruflichen Tätigkeit durchgeführt. Der Stoff wird mittels Lernheften, Onlinemodulen und einigen ausgesuchten Präsenzseminaren vermittelt. Über internetbasierte Plattformen kann der Student mit seinen Kommilitonen und Professoren kommunizieren.

Die große Herausforderung liegt in der Vereinbarkeit des Studiums mit dem Beruf. Ein hoher zeitlicher Aufwand über mehrere Jahre hinweg muss in Kauf genommen werden. Doch wird der erfolgreiche Abschluss mit einem akademischen Titel und besseren Karrierechancen beschieden.

Das Angebot ist insbesondere für Arbeitnehmer verlockend, die schon einige Jahre im Beruf stehen und sich weiterentwickeln möchten. Als Klassiker gilt ein wirtschaftlicher Schwerpunkt, um vorhandene Kompetenzen abzurunden. An den etablierten Fernuniversitäten können jedoch auch Geistes- oder Naturwissenschaften studiert werden, wie man in dieser Datenbank sieht.

In jedem Falle ist eine gründliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Standpunkt und den erwünschten Zielen angebracht. Wer sich für bestimmte Positionen innerhalb des eigenen Unternehmens qualifizieren möchte, kann ein Gespräch mit dem Arbeitgeber erwägen. Viele Unternehmen unterstützen ihre Angestellten in ihren Bestrebungen, wenn sie ebenfalls von der Weiterbildung profitieren.

Fazit

Die vielen verschiedenen Aus- und Weiterbildungsangebote bieten für jeden Typ und jede Situation das Richtige. Das zeigt auch ein Blick auf die Webseite des Arbeitsamts. Weiterhin lassen sich gewisse Entwicklungen als Trend ausmachen. So scheint die praktische Erfahrung immer mehr Teil der theoretischen Ausbildung zu werden und umgekehrt. Lebenslanges Lernen ermöglicht dem Arbeitnehmer von heute, sich flexibel den Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen.








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